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History 1982: Schlinge stark verschmutzt

Die Verschmutzung der Südlohner Schlinge durch "ungeklärte" Einleitungen ist ein wiederkehrendes Phänomen im Gemeindegeschehen, über welches die Lokalpresse seit Jahrzehnten in regelmässigen Abständen immer wieder berichtet. Die Veröffentlichungen sorgen für kurzfristige Aufregungen. Danach beruhigen sich die Gemüter. Die Ursachen bleiben meist ungeklärt.

 

"Umweltschutz" wurde in der Gemeinde Südlohn in der Vergangenheit sehr oft "klein geschrieben". 1982 berichtete die SPD Ortsvereinszeitschrift "Kritisch" 25:

 

"Schlinge stark verschmutzt – Gemeinde weiter untätig! Wer in den neuesten Landesentwicklungsplan schaut, der wird feststellen, dass die Schlinge dort als eines der am stärksten verschmutzten Gewässer im Kreisgebiet ausgewiesen ist. Die SPD fordert die Gemeinde nachhaltig auf, endlich, im Einvernehmen mit der unteren Aufsichtsbehörde die dafür zuständig ist, gezielte Schritte zu unternehmen, damit die Schlinge nicht wirklich zu einem 'Rattentümpel' (so Martin Hollad, der es für sinnvoll hält, die Schlinge zuzuschütten und/ oder zu überbauen) wird."

 

Heute ist das Umweltbewusstsein allenthalben gestiegen. Doch den Bekenntnissen der Bürger*innen, Politiker*innen und Verwaltung folgen oft keine Taten. Es ist zu hoffen, dass sich dieser Zustand in den nächsten Jahren endlich wirksam verbessert. Die Schlinge würde es uns zum Beispiel danken.