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Wahlbaustein 7 – Kinder- und Jugendarbeit optimieren

– Investitionen in die Zukunft – Förderung der Medienkompetenz – kinderfreundliche Ortskerne und Spielplätze –Förderung der Kinder- und Jugendarbeit der Vereine – professionelle Kinder- und Jugendarbeit – offene und übergreifende Angebote

 

Kinder und Jugendliche bilden die Grundlage unseres Gemeinwesens. Wird in den Familien und öffentlichen Institutionen falsch agiert, führt dies zu Störungen in der persönlichen Entwicklung der Heranwachsenden und zu gesellschaftlichen Verwerfungen. Die Gemeinde Südlohn ist verpflichtet die Kinder- und Jugendarbeit zu fördern. Dazu müssen die richtigen politischen Entscheidungen getroffen werden. Es sind Investitionen in die Zukunft. Leider wurden in der Vergangenheit nicht immer die richtigen Beschlüsse gefasst. Durch den Verlust der Hauptschule, ohne alternativen Ersatz, wurde der Schulstandort Südlohn geschwächt.

 

Um so wichtiger ist es nun in unsere Grundschulen zu investieren. Hier sollte besonders auf die gesetzlichen Verpflichtungen zur Einführung der Offenen Ganztagsschule ab dem Schuljahr 2025 geachtet werden. Bei der Erweiterung der Grundschule in Oeding darf es zu keinen Fehlplanungen kommen. Die Digitalisierung beider Grundschulen ist eingeleitet und muss weiter gestärkt werden. Die Medienkompetenzentwicklung unserer Kinder bedarf einer ausreichenden Förderung. Dies sollte bereits in den Kindergärten beginnen und – über die Schulen –  sich in der offenen Kinder- und Jugendarbeit fortsetzen. Unsere Kinder,- Schul- und Jugendeinrichtungen müssen optimal ausgestattet sein und pädagogisch weiter entwickelt werden. Das von der SPD befürwortete Konzept eines Bauernhofkindergartens in Südlohn hat Modellcharakter.

 

Leider sind die Kinderspielplätze unserer Gemeinde nicht sehr attraktiv. Es fehlt an "wirklichen" Spielmöglichkeiten für Kinder in Südlohn und Oeding. Die meisten Spielplätze sind öde, manche marode und einige deplaziert. Die SPD fordert Schwerpunktspielplätze in beiden Ortsteilen sowie kinderfreundliche Ortskerne und – neben den bestehenden Plätzen – weitere Treffpunktmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Fachleute sagen, Spielpläze werden deutlich aufgewertet, wenn sie landschaftlich gut gestaltet sind und anregende Spielmöglichkeiten bieten. Bodenerhebungen, Wasser und Röhren sind wesentliche Gestaltungselemente. Die SPD möchte gern mehr Geld für neue Spielplätze und für die Aufwertung bestehender Pätze ausgeben, da wo es sinnvoll ist. Leider wollten eine Ratsmehrheit und die Verwaltung keine zusätzlichen Mittel für 2020 zur Verfügung stellen. Ihr Argument: Es gibt keine verlässlichen Planungen. Doch die gibt es auch in anderen Politikbereichen nicht, wie z.B. bei der Sanierung des Bauhofes. Dennoch stellte die Verwaltung dafür Gelder in den Haushalt ein – mit Sperrvermerk – und der Rat stimmte zu. Das wäre auch für die Schwerpunktspielplätze möglich gewesen. Es fehlt der Verwaltung an Fantasie und Gestaltungswille sowie der Mehrheit des Rates an Entschlusskraft. Die Erwachsenen sollten umdenken. Sie handeln wenn Parkmöglichkeiten fehlen, wenn es an Platz für Kinder mangelt, wirken sie kopflos.

 

Die Kinder- und Jugendarbeit der Vereine in unserer zweipoligen Gemeinde ist beispielhaft. Diese Arbeit muss weiter gefördert werden. Auf keinen Fall darf hier der Rotstift angesetzt werden. Vielmehr sollte überlegt werden, durch welche kommunalen Massnahmen sie noch besser begleitet werden kann. Auch die offene Kinder- und Jugendarbeit in Südlohn und Oeding, die durch das Jungendwerk koordiniert und in den Jugendheimen durchgeführt wird, ist lobenswert. Dennoch kann sie optimiert werden. Das haben die Verantwortlichen selbst erkannt und eine fachlich begleitete Untersuchung vorgeschlagen. Diese Expertise soll dazu dienen, die offene Kinder- und Jugendarbeit weiter zu professionalisieren. Gute Jugendarbeit braucht eine ausreichende Personalstruktur und Verlässlichkeit in der pädagogischen Betreuung und Begleitung. Genau so hilfreich sind offene übergreifende Angebote in Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen und sonstigen Institutionen oder privaten Anbietern. Es besteht Handlungsbedarf. Aus den Schlussfolgerungen des Gutachtens, dessen kommunale Finanzierung die SPD unterstützt, sollten Schlussfolgerungen gezogen werden und neue Möglichkeiten entstehen.