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1975: Zu wenig Spielmöglichkeiten in Südlohn - 2019: Zu wenig Spielmöglichkeiten in Südlohn

Es gibt zu wenig Spielmöglichkeiten für Kinder in der Gemeinde Südlohn. Das ergab eine Dokumentation der bestehenden Spielplätze und eine Befragung der Eltern im Sommer 1975. Die bestehenden Plätze sind teils langweilig, teils unzulänglich, manchmal beides.

 

Es gibt zu wenig Spielmöglichkeiten für Kinder in der Gemeinde Südlohn. Das ergab ein Bericht der Verwaltung im Jahre 2018. Die bestehenden Plätze sind teils langweilig, teils unzulänglich, manchmal beides.

 

Die Dokumentation 1975 hatte die Juso-AG des SPD-Ortsvereins Südlohn/Oeding für beide Ortsteile erstellt. Sie führte auch eine Befragung von Eltern durch. Die Eltern des geplanten Spielplatzes im Einzugsgebiet Finke-Amselstraße hielten Alternativorschläge zur herkömmlichen Spielplatzgestaltung für notwendig. Die Eltern plädierten für Bürgerversammelungen. Das gleiche Ergebnis ergab eine Befragung der Eltern des geplanten Spielplatzes im Einzugsgebiet Walbree. In Südlohn wurden die bestehenden Spielplätze in den Einzugsgebieten Kolpingstraße, Vitusring, Südwall, Rosenstraße und Droste-Hülshoffstrasse untersucht. In Oeding wurden von den Jusos die Spielplätze in den Einzugsgebieten Buchenallee, Im Esch, Hölderlinstraße, Drosteallee und Grüner Weg unter die Lupe genommen. Bemängelt wurden in der Dokumentation insbesondere die fehlenden Spielmöglichkeiten in den Ortskernen der Doppelgemeinde.

 

Die Dokumentation wurde am 7. September 1975 den Vertretern der Gemeinde Südlohn, in Person Gemeindedirektor Frechen, Bürgermeister Schulze Wehning-Oenning und Bauamtsleiter Lohman übergeben. Im Begründungstext heißt es wörtlich: " Die zum Teil deutlich gewordenen Mängel erfordern es, die bisherige Praxis bei der Errichtung von Spielanlagen neu zu überdenken. In diesem Sinne ist unsere Dokumentation als Anregung und Diskussionsbeitrag anzusehen."

 

In den Folgejahren wurde die Gemeinde aktiv, mit bescheidenen Ergebnissen. Immerhin unterstützte sie 1977 eine Initiative der Nachbarschaft "Hagerkamp" in Südlohn mit 10 000 DM. Eine Elterngruppe gestaltete dort den bestehenden Spielplatz völlig neu um und zwar nach den Ergebnissen des Designexamens von Joachim Musholt, einen der Dokumentatoren der Spielpatzsituation in der Doppelgemeinde aus dem Jahre 1975. Die Eltern des Hagerkamps schufen in Eigenleistung für viele zukünftige Jahre neue, innovative Spielmöglichkeiten für Kinder, ein Beispiel wie ehrenamtliches Engagement mit gemeindlicher Unterstützung Gutes hervorbringen kann.

 

2019 lehnte der Gemeinderat einen Antrag der SPD, die Haushaltsmittel für Kinderspielplätze in der Gemeinde Südlohn von 40 000 auf 80 000 DM zur Verbesserung der Spielplatzsituation in der Gemeinde zu erhöhen, ab. Immerhin wurde der Spielplatz an der Grundschule in Südlohn im Rahmen des Neubaus der Grundschule erneuert.

 

Wir sind gespannt wie es in unserer Doppelgemeinde mit den Spielplätzen weitergeht. Wir bleiben am Ball. Eigentlich ist die Gestaltung und Unterhaltung der Spielplätze eine Sache der laufenden Verwaltung. Schade, dass Eltern, Parteien, Ausschüsse und Rat immer wieder Druck machen müssen.